Allgemeines zur Kirchengemeinde

Die Gemeinde in Kamen unterteilt sich seit dem 1. Oktober 2015 in vier Gemeindebezirke. Zur evangelischen Kirchengemeinde Kamen gehören das Gebiet der Stadtmitte einschließlich Südkamen und Kamen-Süd, die ländlichen Stadtteile Derne und Rottum und das kommunalpolitisch zu Hamm gehörende Lerche. Sie hat ungefähr 9.800 Gemeindeglieder und umfasst eine Fläche von 24,82 qkm. Sie ist die zweitgrößte Gemeinde im Kirchenkreis Unna. Nur noch die Nachbargemeinde Bergkamen hat mehr Gemeindeglieder.

Geschichte

1553 legt der Kamener Hermann Hamelmann zum erstenmal in Kamen, in der damals katholischen Severinskirche, mit seiner Predigt ein öffentliches Bekenntnis zur Reformation Luthers ab. Doch erst seit ungefähr 1567 wird in Kamen regelmäßig evangelisch gepredigt.
Durch ihren Pastoren wurde die Gemeinde zur reformatorischen Lehre calvinistischer Prägung geführt. Kamen gehörte zu den reformierten Gemeinden, die 1611 zur reformierten Synode in Unna zusammen kamen.
1714 erhielten die lutherischen Familien der in Kamen stationierten preußischen Truppen vom preußischen König Wilhelm l. das Recht, eine Gemeinde zu gründen. Sie errichteten für ihren Gottesdienst in den Jahren zwischen 1742 und 1744 die Lutherkirche. Bis zum Jahre 1920 gingen diese beiden evangelischen Richtungen getrennte Wege. Seit dem 1. April 1920 ist diese Trennung unter den Christen in Kamen überwunden, so dass in unserer Gemeinde evangelische Christen mit reformierter oder lutherischer Konfession gemeinsam Gottesdienst feiern. Dies ist auch ein Zeichen der Hoffnung für die noch bestehende Trennung zwischen evangelischen und katholischen Christen.

Grundlagen

Grundlage des Konfirmandenunterrichts sind die Bibel, das Gesangbuch und Luthers Kleiner Katechismus. Die ganze Gemeinde, nicht nur der Pfarrer, trägt die Verantwortung für die Verkündigung im Gottesdienst. Sie ist auch diejenige, die den Dienst Gottes im Alltag bezeugt, indem sie Sorge trägt für die Schwachen. Ihre Mitglieder unterstützen sich gegenseitig und bestärken den Einzelnen, in der Familie und im Beruf, im Privaten wie in der Öffentlichkeit, seinen Glauben zu bewähren.
Darüber hinaus stellt die Gemeinde und somit jedes einzelne Gemeindeglied durch regelmäßige (Kirchensteuern) und besondere Spenden die Mittel bereit, die für den Dienst am Menschen in Verkündigung, Seelsorge Diakonie usw. benötigt werden.