Ich schäme mich.

 

Wir sollten uns alle schämen – wir als Christen, als Glieder einer christlichen Kirche. -

 

Wie kann so etwas vorkommen?

Erzieher und Lehrer in christlichen Schulen, Pfarrer und geistliche Mitarbeiter in Gemeinden, höhere kirchliche Amtsträger verführen oder zwingen Kinder und Jugendliche zu sexuellen Handlungen.

Vor einiger Zeit, als diese Vorgänge in der Öfentlichkeit bekannt wurden, wurde eine Studie an ein unabhängiges Institut in Aufrag gegeben, um Schuld festzustellen, um Schuldige zu benennen und einer gerechten Verurteilung zuzuführen und vor allem, um eine Last von den beteiligten, damals jungen Menschen zu nehmen, die heute erwachsen sind und noch schlimme Erinnerungen an ihre Zeit in christlichen Schulen und Einrichtungen mit sich herumtragen. Unbewältigt, im Verborgenen.


Das gilt für die beiden großen Kirchen in Deutschland.


Die Studie ist fertiggestellt. Und - unglaublich! - diese wird von der Kölner Kirche unter Verschluss gehalten: Sie belaste Menschen in der Kirche. Ein „besserer“ Bericht, eine weitere Studie, von einem anderen Institut wurde angefordert.

 

Mitglieder kirchlicher Laien-Organisationen laufen Sturm dagegen. Frauendelegationen hetfen „Thesen“ an Kirchentüren. Sie fordern offenen Umgang mit den Vorwürfen und Nennung von „Ross und Reiter“, und nebenbei werden die bekannten Forderungen, u.a. nach Abschaffung des Zölibats in der katholischen Kirche und Beteiligung weiblicher Kirchenmitglieder bei der Besetzung von Pfarrstellen und Kirchenämtern lauter.

Der Erzbischof und Kardinal, also die Kirchenleitung in Köln. gibt keine Kommentare. Mittlerweile wurden Auszüge aus der zweiten Studie bekannt. Sie bestätigen Aussagen des ersten Dokuments.

Was nur ist aus der 12-Jünger-Gruppe, was aus der Kirche Jesu Christ geworden?

Alfred Westerholz