Vanuatu ist der Name für 83 kleine Inseln, die im Pazifischen Ozean liegen. „Vanuatu“ stammt vom Polynesischen „vanua“ (=Land) ab und bedeutet „unser Land für immer“.

Aber: gilt „für immer“ noch?
Vanuatu ist vom Klimawandel betroffen wie kein anderes Land, und das, obwohl es keine Industrienation ist und auch sonst kaum CO2 ausstößt. Die steigenden Wassertemperaturen gefährden Fische und Korallen. Durch deren Absterben treffen die Wellen mit voller Wucht auf die Inseln und tragen sie Stück für Stück ab. Steigende Temperaturen und veränderte Regenmuster lassen Früchte nicht mehr so wachsen wie früher. Zudem steigt nicht nur der Meeresspiegel, sondern auch die tropischen Wirbelstürme werden stärker. Zuletzt war es 2015 der Zyklon Pam, der einen Großteil der Inseln heimsuchte. 24 Menschen starben. Um dem entgegenzuwirken, gilt seit zwei Jahren in Vanuatu ein rigoroses Plastikverbot. Die Nutzung von Einwegplastiktüten, Trinkhalmen und Styropor ist verboten. Wer dagegen verstößt muss mit einer Strafe von bis zu 900 Dollar rechnen. Doch nicht alles in dem Land ist so vorbildlich. Wie steht es um die Gleichberechtigung der Frauen? Sie sollen sich „lediglich“ um das Essen, die Kinder und die Pflege der Alten kümmern.

 

Gemüse, Obst, gekochtes Essen und Näharbeiten bieten sie auf kleinen Märkten an und tragen so einen Großteil zum Familieneinkommen bei. Entscheidungen treffen die Männer; Gewalt an Frauen ist weit verbreitet.

vanatu


„Worauf bauen wir?“ ist das Motto des Weltgebetstags aus Vanuatu. Im Mittelpunkt steht der Bibeltext aus Matthäus 7, 24-27. Mit der vor Ort geleisteten Projektarbeit im Rahmen des WGT können die Frauen von Vanuatu lernen, sich über Medien eine Stimme zu verschaffen, damit ihre Sichtweisen und Probleme wahrgenommen werden.

 

Wir wissen zurzeit (Stand: Januar) nicht, ob ein gemeinsamer Gottesdienst wie im letzten Jahr möglich ist. Aber wir wollen am Weltgebetstag an die Frauen und Mädchen auf Vanuatu denken. (Infos zum WGT-Kollekten-Sammelkonto gibt die FH Kamen Nord-West unter Tel. 283240).

Gisela Buchner