[Bu] In den letzten Wochen haben wir wegen der Corona-Pandemie viele Einschränkungen hinnehmen müssen und diese Einschränkungen werden auch noch geraume Zeit dauern. Die Corona-Pandemie hat unser Leben verändert.

Diese Veränderungen schließen auch das Gemeindeleben ein; unser Gemeindehaus ist geschlossen, unsere Pfarrer und das Presbyterium müssen im Home-Office arbeiten. Viele liebgewordene Veranstaltungen sind bereits ausgefallen und werden in den nächsten Wochen noch ausfallen müssen.

 

In Krisensituationen ist konstruktives Handeln gefragt. Das betrifft nicht nur die Politik, sondern auch unser eigenes Privatleben. Unser Gemeindeleben funktioniert weiterhin, wenn auch anders als wir es gewohnt sind. Verschiedene Initiativen hat unsere ev. Kirchengemeinde ins Leben gerufen: z.B. das Projekt Kirche hilft, den Service Das psychologische Beratungsgespräch am Telefon oder Das abendliche Glockenläuten um 19:30 Uhr mit Gebet (an dem jeder von Zuhause aus teilnehmen kann). Mit viel Engagement hat man sich an etwas Neues herangewagt: Kontakt mit der Gemeinde durch die online-Andachten im Internet. Ohne Zögern wurden die damit verbundenen Herausforderungen angenommen und gemeistert. So konnten die für uns Christen so wichtigen Feierlichkeiten der Karwoche und des Osterfestes mit Andachten/Gottesdiensten trotz „Corona“ stattfinden. Radio– und Fernsehgottesdienste verbuchen zurzeit Zuwächse an Zuhörern bzw. Zuschauern, aber den Pfarrern unserer eigenen Gemeinde fühlen wir uns doch auf besondere Weise verbunden und daher schätzen wir das Online-Angebot der eigenen Gemeinde sehr.

 

Es bleibt zu hoffen, dass nach Beendigung der Krise die neu gewonnenen Erfahrungen nicht vergessen werden. Vielleicht können kreative Anstöße dieser Krisenzeit auch in Zukunft aufgenommen werden und Positives in unserer Gemeinde bewirken. Kirche muss und will sich verändern; diese Überlegungen gibt es schon seit langer Zeit.

 

Die ersten positven Resultate gibt es bereits, z.B. YEET (vgl. Artikel im Gem.-Brief v. April). Vielleicht führen die guten, in der Krise gemachten Erfahrungen dazu, Impulse durch junge Medien stärker als bisher aufzunehmen und damit Positives zu bewirken. Das könnte dann uns allen zugute kommen.