Halil Yildiz spendet für die Ev. Kinder- und Jugendstiftung und den Förderverein des Katholischen Familienzentrums „Heilige Familie

 

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 (v.l.) Christane Kammerlander-Appeldorn, Halil Yildiz, Marlene
Siekmann, Katharina Levenig, Dzhemile Yildiz, Petra Lindner        

Innenausbau und Isolierungen von Wohnungen im Auftrag verschiedener Wohnungsbaugesellschaften ist sein Metier. Vor rund neun Jahren gründete er seine Firma. Mittlerweile befinden sich die Geschäftsräume der HTZ GmbH in Kamen Mitte. Er beschäftigt rund 45 Mitarbeiter und hat zurzeit fünf Auszubildende, die von Berlin bis München unterwegs sind. Kurz vor Weihnachten überreichte Halil Yildiz sowohl der Evangelischen Kinder- und Jugendstiftung Kamen als auch dem Förderverein des Katholischen Familienzentrums „Heilige Familie“ einen Spendenscheck in Höhe von jeweils € 1.000,-.

 

„Im Namen meiner Religion passiert sehr viel Mist und wir Moslems haben einen schlechten Ruf“,
sagt Halil Yildiz, „aber wir sind nicht alle so. Das möchte ich zeigen, etwas zurückgeben und ich möchte Kinder unterstützen - unabhängig von ihrer
Religion!“ Er selbst wurde mit 17 von seiner Familie aus der Schule nach Deutschland geholt, wo er im Bergbau Geld verdiente.

Und was wünscht sich Halil Yildiz für die Zukunft unseres Gemeinwesens? „Die Jugendlichen sind unsere Zukunft! Sie müssen vernünftig und richtig lernen, ihre Religion von Leuten erklärt und gelehrt bekommen, die hier aufgewachsen sind, studiert haben und unser Leben kennen. Das gilt für alle Religionslehrer – insbesondere für die Imame.“

 

Aus einer erfreulichen Scheckübergabe für die Ev. Kinder- und Jugendstiftung wurde ein spannender und diskussionsreicher Nachmittag. Einig waren wir uns, egal ob Katholikin, Moslem oder Protestantin, dass wir alle aufgerufen sind, im Sinne der Menschlichkeit denjenigen zu helfen, die unsere Hilfe benötigen – egal welche Religionszugehörigkeit im Pass steht.

 

Christiane Kammerlander